Atommüll Tourismus

Atommüll-Transporte

Durch die aktuelle Regierung von CDU/CSU und FDP werden jetzt die früher verbotenen Transporte von Atom-Schrott aus den Kernkraftwerken erlaubt. Damit ist dem Mülltourismus nach und von Duisburg Wanheim-Angerhausen Tür und Tor geöffnet. Der Duisburger Süden kann sich somit zu einem Drehkreuz für die Atommüll-Verarbeitung entwickeln.

Der größte Teil des zukünftigen anfallenden Atommülls ist schwach bis mittel-radioaktiver Müll. Und genau dieser Müll darf in Duisburg von der GNS verarbeitet werden.

Atommüll-Menge

Für die Erfassung der Atommüll-Menge in Deutschland ist das “Bundesamt für Strahlenschutz” (BFS) zuständig. Zur Zeit sind ca. 120.000 m³ radioaktive Reststoffe mit “vernachlässigbarer Wärmeentwicklung” und ca. 2.000 m³ “wärmeentwickelnde” radioaktive Reststoffe angefallen. Anteile aus der riesigen Menge des radioaktiven Mülls mit “vernachlässigbarer Wärmeentwicklung” darf zukünftig auch in Duisburg vearbeitet werden.

Steigender Atommüll-Transport in den nächsten Jahren

Doch die Prognosen des BFS für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung zeigt uns einen rapide wachsenden radioaktiven Müllberg auf: bis 2040 müssen bis zu 270.400 m³ dieser Atommüll-Klasse verarbeitet sein. Die “Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH” (DBE) schätzt auf ihrer Hompage sogar bis zu 340.000 m³ an nicht wärmeentwickelnden Abfällen ab.

Da kommt einiges auf Duisburg zu. Für die Verarbeiter dieses Atommülls ist das ein großes Geschäft. Und wenn man etwas in Duisburg gelernt hat dann das:

  • Bei aussichtsreichen Profiten gibt es auch immer Menschen, die bereit sind die Gesundheit ihrer Mitmenschen ihren eigener Gewinne zu opfern (siehe BUS).

LKW Transport

Der unverdichtet angelieferte Atommüll wird ein Vielfaches des später verdichteten Atommüll-Volumens haben. Somit wird das größte Atommüll-Volumen durch den LKW-Verkehr bei der Anfahrt des Atommülls transportiert werden.

Ein großes Gefahrenpotential für einen Unfall mit  mittel-radioaktiver Müll liegt damit direkt auf den Zufahrtswegen  durch den Duisburger Süden und den Autobahnen A59 und A3.

Bahn Transport

Unfall eines Castor-Zuges

(Quelle: contrAtom)

Atommüll-Radioaktivität

Der in den GNS-Hallen verarbeitete Atommüll wird verdichtet, so dass das Volumen zwar um bis zu Faktor 5 reduziert, die Radioaktivität aber dementsprechend erhöht wird. Dieser verdichtete Atommüll wird dann über eine alte, eingleisige und völlig ungeschützte Bahnlinie transportiert. Vorbei an unbeschrankten Bahnübergängen, mitten durch das Wohngebiet. Neben dem Bahnübergang befindet sich Straßenbahnhaltestellen und ein Supermarkt. Viele Menschen kommen also in direkten Kontakt mit den Atommüllzügen.