RWE Großdemonstration in Essen

Die Stadt Duisburg und die RWE: Wir fragen uns schon seit einem Jahr, warum es von den offiziellen Duisburger Institutionen keine Kommentare zur Atommüllanlage der GNS in Duisburg gibt. Jetzt hat sich das “Anti-Atomkraft-Bündnis Ruhrgebiet” gebildet, das genau dieses Thema aufgreift:

Anti-Atomkraft-Bündnis Ruhrgebiet informiert in einer Pressemitteilung über die Großdemonstration in Essen am Samstag, 2. April, 13.00 Uhr. Auftakt ist auf dem Willy-Brandt-Platz: “Nach dem Eintreten der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat sich auch im Ruhrgebiet ein Bündnis gegen die Nutzung der Atomkraft gebildet. Diesem Bündnis gehören verschiedene Initiativen und Einzelpersonen aus den Ruhrgebietsstädten an, u.a. Greenpeace Ruhrgebiet, Anti-Atom-Plenum Bochum, alternative Kulturzentren. Das Anti-Atomkraft-Bündnis ruft zu einer Großdemonstration gerade in Essen auf, da hier der Sitz von RWE, des zweitgrößten Atomkonzerns in Deutschland, und weiterer ins Atomgeschäft verstrickten Unternehmen ist.
Quelle: www.bo-alternativ.de

Wer aber ist denn eigentlich die RWE ? Zunächst einmal einer der Mutterkonzerne der GNS, die unsere Atommüllanlage im Duisburger Wohngebiet betreibt. Und wem gehört die RWE? Zum Teil der Stadt Duisburg selbst! Und jetzt macht das große Schweigen der Stadt Duisburg auch wieder Sinn:

Die langjährige Verstrickung zwischen Politik und dem Atomenergieprofiteur RWE wird deutlich beim Blick in die Eigentümerstruktur von RWE: Städte und Gemeinden, davon viele aus dem Ruhrgebiet, halten ca. 16 Prozent des Aktienkapitals des Atomkonzerns. Beteiligt sind die Ruhrgebietsstädte Bochum, Bottrop, Dortmund, Dorsten, Duisburg, Ennepe Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Herne, Lünen, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen und Witten. Die Ruhrstädte beziehen ihre Stromlieferung zu einem Großteil von RWE, dem zweitgrößten AKW-Betreiber in Deutschland. RWE betreibt fünf von siebzehn Atomkraftwerken bundesweit.

(Quelle: Die Linke)

Klar, wenn die Stadt Duisburg am Atomstrom vom RWE mitverdient, sitzt sie natürlich im Glashaus.  Und da fällt es dem einen oder anderen schon mal schwer, sich zum Atommüll in der eigenen Stadt zu äußern – zurzeit ist es für die Duisburger eh einfacher auf Japan zu zeigen.

Norman Foster bescheinigte der Stadt Duisburg “großes Potenzial“: Beim großen Potenzial wird es denn wohl auch bleiben, wenn die Stadtväter schon mit Atommüllverarbeitung die Stadtkasse aufbessern müssen.

Was macht die RWE ?

Stromkonzerne wollen gegen Atomabschaltung klagen

Die Stromkonzerne bereiten Widersprüche und Schadenersatzforderungen wegen der Zwangsabschaltung der sieben alten Atomkraftwerke vor. „Wir müssen das prüfen“, sagte eine RWE-Sprecherin am Samstag auf Nachfrage und bestätigte damit einen Bericht des „Spiegels“.

(Quelle: waz)

Wir ermuntern alle Duisburger am nächsten Samstag der RWE zu zeigen, was man als Duisburger von ihrer Atommüllanlage in unserem Wohngebiet hält – die Duisburger Stadtväter werden wahrscheinlich keine Zeit haben.

[Edit 3.4.2011]

Hier findet ihr einen Bericht der WAZ über die Demo in Essen.

Und hier noch ein schönes Video, dass das Problem mit der Atom-Lobby einfach beschreibt:



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