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Wahl-A-Mat Bundestagswahl 2013

Wen soll ich bloß bei der nächsten Bundestagswahl 2013 wählen ?
Wie vor jeder Wahl, helfen wir euch auch diesmal dabei, die richtige Wahl zu treffen. Wir erklären hier in 7 Schritten wie diese geniale App “Wahl-A-Mat” funktioniert.
 

Wahl-A-Mat_2013

Bei unserem Wahl-A(tom)-Mat (hat nichts mit dem Wahl-O-Mat zu tun), drücken wir euch nicht nach ein paar Klicks einen Vorschlag auf. Trotzdem ist es ganz einfach: Ihr müsst nur die wichtigste App – nämlich euren eigenen Kopf – einsetzen. Dazu müsst ihr euch ein paar wichtige Fragen beantworten:

1. Wenn ihr mit der Politik der Regierung zufrieden wart, habt ihr es einfach: Einfach das gleiche machen wie letztes Mal. Also die selbe Partei oder auch einfach gar nichts wählen.
2. Wenn euch die Atompolitik der Regierung nicht interessiert, können wir euch doch nicht weiter helfen ;-)
3. Wenn euch die Atompolitik der Regierung nicht gefallen hat, solltet ihr selbst einmal überprüfen welchen Parteien wir die Atomkraft und deren Subventionierung/Ausbau/Erhalt/Müll/…  zu verdanken haben. Hier ein interessanten Link zur politischen Partei-Historie zur Atomkraft. Bitte googelt selbst ein bisschen herum um das zu überprüfen.
4. Da die beiden großen Parteien zu sehr mit der Atomindustrie verwoben sind, werden diese Parteien unserer Meinung auch nicht dazu in der Lage sein einen echten Kurswechsel von der Atomkraft hin zu den regenerativen Energien einzuschlagen. Deswegen empfehlen wir die kleineren Parteien zu wählen.
5. Was nützt es eine von den kleineren Parteien zu wählen? Mit der Wahl der kleineren Parteien schwächt man den Einfluss der großen Partei-Saurier, die schon längst den Kontakt zur Basis verloren haben. Damit zwingt man sie die viel klareren Programme der Kleinen zu übernehmen, wollen sie bei der nächsten Wahl nicht noch weitere Stimmen verlieren.
6. Wie soll ich meine Erst- und Zweit-Stimme einsetzen? Ihr könnt ruhig mit der Erst-Stimme (Personenstimme) die gleiche kleine Partei wie mit der Zweit-Stimme (finale Sitzverteilung im Bundestag) wählen. Damit zeigt ihr allen Lokalpolitikern, wer euer Vertrauen hat.
Auf der Seite von Jör­gen Ko­sche wird sehr schön erklärt warum es sich lohnt auch kleine Parteien zu wählen, die an der 5% Hürde scheitern könnten (z.B. Wahl­kampf­kos­ten-Rück­er­stat­tung). Und auch Peter Mühlbauer erklärt, was es mit der “Mär von den ‘verlorenen Stimmen’ “ auf sich hat.
7. Wir sind parteiunabhängig, deswegen noch mal unsere Tip: Schaltet euren eigenen Verstand ein, überlegt euch gut wem ihr eure Stimme gebt und kriegt am nächsten Sonntag den 22. September 2013 den Ar..h hoch und wählt die richtige Partei ;-)

Erstellt am Dienstag 17. September 2013
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Demo in Duisburg: 14. September 2013

Anti-Atomkraft-Bewegung in NRW ruft zur Demonstration gegen Atommüll in Duisburg auf: Am 30. Juni 2013, fand die Landeskonferenz der Antiatom-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen in Duisburg statt. Auf Einladung des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein kamen 50 Vertreter verschiedenster Initiativen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zusammen.

Ein wesentliches Ergebnis der Konferenz ist, dass die geplante Großdemonstration in Duisburg, die am 14. September stattfindet wird, von den anwesenden Antiatom-Initiativen unterstützt wird und mit zeitgleich stattfindenden Kundgebungen in Braunschweig (Niedersachsen) und Cattenom (Frankreich) verzahnt wird.

Beginn des Vorprogramms ab ca. 11.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz mit Musik und Infoständen verschiedener Anti-Atom-Initiativen, Umweltschutzinitiativen, Ökostrom-Anbieter etc.

Beginn der Auftakt-Kundgebung um 11.55 („Fünf vor Zwölf”): Atomland NRW – kein Atomkraftwerk in diesem Land, aber trotzdem mitten drin im Geschehen.

Redebeiträge von

Kerstin Ciesla (stellvertr. Landesvorsitzende des BUND/AntiAtom-Bündnis Niederrhein),
Udo Buchholz (Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU),
N.N. (Duisburger Persönlichkeit angefragt; Thema: Ansiedlung der GNS in Duisburg).

Anschl. Demonstrationszug durch Duisburg.

Quelle: AntiAtom-Bündnis Niederrhein

Erstellt am Sonntag 1. September 2013
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Veranstaltungshinweis AntiAtom-Bündnis-Niederrhein

Das AntiAtom-Bündnis-Niederrhein lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur aktuellen Genehmigung und Erweiterung der GNS-Atommüllanlage in Duisburg ein.

Dienstag, 23. April 2013, 19:00 Uhr
Rheinlust-Terrassen,
Kalkumer Str.10,
47249 Duisburg

 

Seit 1985 befindet sich die vergessene Atomfabrik nur wenige hundert Meter von der Wohnbebauung entfernt in Duisburg Wanheim. Es gibt seither viele Gerüchte, was der Genehmigungstand dieser Anlage ist, was Konditionierung ist und mit welchen Materialien dort umgegangen wird.

Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg teilte mit: “Wir haben in den letzten Monaten Gespräche mit der Bezirksregierung, welche die Anlage genehmigt hat und auch mit der GNS geführt. Wir haben uns durch Antragsunterlagen, Ratsinformationen und Anfragen an die Landesregierung gearbeitet und die Koalitionsaussagen der NRW Landesregierung zur Schließung der GNS eingefordert. Die Erkenntnisse und leider auch weiterhin offenen Fragen werden wir in einem Vortrag darstellen.”
“Mit der Informationsveranstaltung wollen wir einerseits unseren Kenntnisstand teilen, auf die regelmäßigen Transporten von Atommüll auf unseren Straßen und Bahnstrecken hinweisen und andererseits unser erklärtes Ziel der Schließung der GNS in Duisburg vorantreiben und mit Interessierten Mitmenschen diskutieren “, teilte Michael Zerkübel als Vertreter der freischaffenden atomkraftgegnerInnen moers, de AntiAtom-Bündnis-Niederrhein mit.
Das AntiAtom-Bündnis-Niederrhein freut sich auf eine rege Teilnahme an der kostenlosen Informationsveranstaltung.

Quelle: BUND Duisburg

Erstellt am Mittwoch 17. April 2013
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“Duisburg 2027″ – 3000 Tonnen Atommüll übersehen ?

Duisburg27s Im Rahmen der Stadtentwicklung “Duisburg 2027″ können Duisburger Bürger an Workshops teilnehmen und ihre Meinung zur Stadtentwicklung in Duisburg äußern.

Der öffentliche Workshop zu den Teilräumlichen Strategiekonzepte für den Bereich “Duisburg Süd” findet statt:

am Freitag, den 19.04.2013
im Bezirksamt Süd (Sitzungssaal)
Sittardsberger Allee 14, 47249 Duisburg

Auch in der Vergangenheit fanden schon diverse Workshops statt, jedoch scheinen die Beteiligten dort die Atommüllanlage in ihrem Bezirk vergessen zu haben:

(…) Im Duisburger Süden gehört unter anderem die Neugestaltung der ehemaligen Bahnflächen in Wedau zu den größeren Projekten, die im Rahmen von Duisburg 2027 besprochen werden (…) Auch die Anbindung zwischen Wanheim und dem Rhein ist Thema. Umstritten sind die Verkehrskonzepte für den Duisburger Süden. Dabei geht es auch um die Lenkung des Lkw-Verkehrs.

Quelle: WAZ

Sieht mehr nach einem Forum für Baulöwen und Autofahrer aus.

Falls ihr der Stadtverwaltung helfen wollt, sich an ihre Atommüllanlage im Bezirk Duisburg-Süd zu erinnern,  solltet ihr an den Workshops teilnehmen: Eine “Strategie” mit 3000 Tonnen Atommüll in Duisburg kann ja nicht von den Einwohnern gewollt sein.

Erstellt am Freitag 12. April 2013
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“Duisburg 2027″ mit 3000 Tonnen Atommüll, Essen lächelt zufrieden ?

“Duisburg 2027″: Der Rat der Stadt Duisburg nennt es “strategische Ziele für die zukünftige Stadtentwicklung” oder auch etwas sperriger: “teilräumliche Strategiekonzepte”. Hier sollen die nächsten 15 Jahre der Stadtentwicklung von Duisburg festgelegt werden. Am 31.01.2013 (nächster Donnerstag) hat jeder Süd-Duisburger die Möglichkeit die Stadtplaner zu fragen, wie denn 3000 Tonnen Atommüll und wöchentliche Atommülltransporte in die Verkehrs- und Umwelt-Strategie des Rats der Stadt Duisburg passen.

 

Die Stadt hat eine 108-seitige Hochglanzbroschüre erstellen lassen um für ihr Projekt zu werben. Dort findet man viele schöne Worte wie z.B.: “Buntes Wohnen und Leben”, “Freiraum findet Stadt” und “gemeinsam planen, gemeinsam handeln”. Und die Bürger in Duisburg wurden auch offiziell eingeladen sich an den neuen Zielen zu beteiligen. So auch im “Bürgerforum Süd”:

… Neben der Gestaltung von öffentlichen Plätzen und dem Ausbau von Grünzügen war das Thema Verkehr den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig. …

Quelle: duisburg.de

Kein einziges Wort über die Atommüllverarbeitung direkt am Wohngebiet im Bezirk Duisburg-Süd, stattdessen ganz konkret:

(…) Einrichtungen von Kreisverkehren, z.B. am Sittardsberg (…)
Untertunnelung der B 288 im Bereich von Mündelheim (…)

Quelle: duisburg.de

Das sieht mehr mehr nach einem Autofahrer-Forum aus, als Bürger, die sich mit dem Thema “Wirtschaft und Verkehr” im Duisburger Süden auseinandergesetzt haben.

Für alle, die den Bezirk Duisburg-Süd nicht nur mit dem Auto durchfahren, sondern auch dort wohnen, gibt es die Möglichkeit sich die Strategie noch einmal erklären zu lassen, denn jetzt wird das Ergebnis in ganz Duisburg vorgestellt (Link):

Bezirk Süd
31.01.2013 ab 17:00
Bertold-Brecht-Berufskolleg
Am Ziegelkamp 28 -30, 47259 Duisburg

Beispiel Essen:
Als gutes Beispiel kann dem Rat der Stadt Duisburg die Stadt Essen dienen: Hier hat die GNS in der Frohnhauser Str. 67  ihren Firmensitz. Ein schickes Verwaltungsgebäude, in dem zufrieden lächelnde Mitarbeiter den Atommüll verwalten. Die Stadt Duisburg hatte dagegen nichts besseres zu tun, als den GNS-Atommüll direkt in einem Wohngebiet anzusiedeln. Wer Interesse hat, kann aber bei den freundlich lächelnden GNS Mitarbeitern in Essen Akteneinsicht nehmen:

(…) Der Bürger könne aber in Essen in rund 120 Aktenordner mit den bisherigen Berichten, zu denen GNS verpflichtet sei, Einsicht nehmen. (…)

Quelle: WAZ

Erstellt am Samstag 26. Januar 2013
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Anti-Atom-Bündnis Niederrhein geht gegen die GNS in Duisburg vor

Das Straßenfest des Anti-Atom-Bündnis Niederrhein in Wanheim war ein Erfolg. Da die atomrechtliche Aufsichtsbehörde in Düsseldorf  Auskünfte zur Erweiterung verweigert, muss das Bündnis die Unterlagen-Einsicht nun einklagen.

Hier das Echo der Presse:

Quelle: WAZ

Bei strahlendem Sonnenschein informierten sich die Bürger über die umstrittene Arbeit der GNS im Duisburger Süden, die Lagerung, Behandlung und wachsenden Transporte von rund 3300 Tonnen schwach- und mittelradioaktiven Mülls aus AKW . Michael Zerkübel, Sprecher des überparteilichen Aktionsbündnisses zeigte sich mit der Resonanz zufrieden.

(…)

Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde in Düsseldorf hatte Mitte Juni die Betriebsgenehmigung für die GNS erweitert. Das Atombündnis Niederrhein wollte darauf genau wissen, was konkret dahinter steckt. Doch aufgrund von Sicherheitsaspekten wurden den Aktivisten weitere Auskünfte verweigert. Aus diesem Grund wird geklagt. Es läuft ein Verfahren auf Einsicht in die Unterlagen nach dem Umweltinformationsgesetz.

Für Fragen zur Kerntechnik ist in Düsseldorf das Ministerium für Wirtschaft zuständig, vielleicht beeinflusst dies die Informationspolitik der Landesregierung bezüglich der GNS.

Die Abteilung V unter Regierungsbaurat Michael Geßner ist zuständig für Energiewirtschaft,  Kerntechnik und Bergbau:
Büro-M’in: RBe Balkis  (0211) 837-2559/2581, Fax: -2359
Büroleit. Beamter: BAR Guth  2274

Erstellt am Donnerstag 1. November 2012
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AntiAtom Bündnis Niederrhein veranstaltet Straßenfest in Wanheim

Das Antiatom Bündnis Niederrhein veranstaltet am Sonntag, den 28. Oktober von 11:00 – 16:00 ein Straßenfest in Duisburg Wanheim.

Unter dem Motto “Gute Nachbarn sind uns willkommen – die GNS wollen wir nicht” laden die Veranstalter zu Kaffee, Kuchen, Kinderspielepark, Live-Musik und natürlich Informationen und Gesprächen ein.

Hier können sich alle Duisburger direkt vor Ort über die Atommüllverarbeitung in Duisburg informieren und sich von den Experten über die Hintergründe und Betreiber dieser Anlage aufklären lassen. Auch Fragen zu den Konsequenzen, wie die steigende Anzahl der  Atommülltransporte durch Duisburg und den gängigen Geschäftspraktiken der deutschen Atomindustrie werden beantwortet.

Ort: Friemersheimer Straße an der ev. Kirche

Anfahrt mit ÖPNV: Straßenbahn 903, Haltestelle: Heiligenbaumstr.

Erstellt am Samstag 20. Oktober 2012
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Demonstration gegen die Atommüllanlage in Duisburg

Am Samstag folgten mehr als 100 Demonstranten dem Aufruf zur Demonstration gegen die Atommüllanlage der GNS in Duisburg:

Quelle: WAZ

Rund 120 Demonstranten protestierten am Samstag in Wanheim gegen die geplante Erweiterung der GNS-Nukleartechnik.

(…)

Rot-grüne Landesregierung in der Kritik

Im Fadenkreuz der Kritik der Demonstranten stand nicht nur das Regierungspräsidium, sondern auch die rot-grüne Landesregierung. Denn noch am 11. Juni schrieb das neue Kabinett Kraft /Löhrmann im Koalitionsvertrag fest, die Regierung wolle „Initiativen unterstützen, um die Konditionierungsanlage GNS in Duisburg zu verlegen – und zwar auf ein Gelände außerhalb von dicht besiedelten Wohngebieten.“(…)

Spätestens jetzt haben sowohl Regierungspräsidium als auch Landesregierung ein Glaubwürdigkeitsproblem für die Anti-Akw-Initiativen Niederrhein und Münsterland, die am Samstag mit einem Demonstrationszug durch die Straßen Wanheims zogen. „Das passt nicht zusammen“, so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Eine erweiterte Betriebsgenehmigung ist das Gegenteil einer Stilllegung.“

Erstellt am Dienstag 3. Juli 2012
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Demonstration gegen die Endlager-Konditionierung in Duisburg

Das Anti-Atom Bündnis Niederrhein, Bürgerinitiativen aus Ahaus und weitere Organisationen aus NRW bereiten eine Demonstration an der GNS Atommüllanlage in Duisburg vor

Am 30. Juni wird in Duisburg gegen die Atommüllverarbeitung und die unberechenbare NRW-Atompolitik demonstriert werden. Wir rufen alle auf, am Samstag, dem 30.06.2012 um 5 vor 12 auf dem Parkplatz  gegenüber der GNS in Duisburg – Wanheim, Ehinger Straße, einzutreffen (von der Duisburger Innenstadt auch sehr gut mit der Straßenbahn 903 zu erreichen: Haltestelle “Berzelius”).

Von dort aus wird es lautstark und entschlossen durch den Stadtteil gehen, in dem die GNS angesiedelt ist. Trommeln, Fässer, Töpfe, Pfeifen, Vuvuzelas, Querflöten, Trompeten – alles hat seinen Platz.

Quelle: Sofa Münster

30. Juni 11:55 “Konsequenter Atomausstieg: jetzt GNS Duisburg dicht machen — nicht erweitern” Demonstration in Duisburg-Wanheim: Wir geben keine Ruhe mehr!

Mitfahrmöglichkeiten veröffentlichen wir nächsten Mittwoch.

Der Entwurf für den neuen Koalitionsvertrag zwischen Rot-Grün ist inzwischen veröffentlicht; in der Atompolitik gibt es im Vergleich zu 2010 aber nach ersten Sichtungen kaum Verbesserungen. Die Landesregierung setzt auf den guten Willen der Bundesregierung um die UAA Gronau zu schließen, eigene Initiativen zur Stilllegung und Verhinderung der zahlreichen Atomtransporte durch NRW sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Wir werden uns in den nächsten Tagen intensiver mit dem Papier aus einander setzen. Denn auf den Koalitionsvertrag folgte gleich ein schwerer Schlag:

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den atomaren Ausbau der Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg-Wahnheim mitten im Wohngebiet genehmigt. Dabei steht im Koalitionsvertrag schon, dass die Anlage verlegt werden soll…

Erstellt am Freitag 22. Juni 2012
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Nach der Wahl: Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt nun auch endlagerfähige Konditionierung radioaktiver Abfälle in Duisburg

Direkt nach der Landtagswahl in NRW hat die Bezirksregierung aus Düsseldorf offiziell die nächsthöhere Stufe der Atommüllverarbeitung in Duisburg genehmigt:

Mit der Erweiterung kann die GNS nun unter anderem eine Anlage zur endlagerfähigen Konditionierung radioaktiver Abfälle in Betrieb nehmen, weitere Dekontaminations- und Zerlegeverfahren einführen und zusätzliche Materialien zur Rückführung in den Wirtschaftskreislauf zwischenlagern.

Quelle: Bezirksregierung Düsseldorf, 13.06.2012

Also liebe Duisburger: Düsseldorf hat sich dazu entschieden die Atommüllverarbeitung in Duisburg zu intensivieren. Wen es nicht einleuchtet, warum in Duisburg jedes Jahr die Atommüllverarbeitung in einem Wohngebiet immer weiter zunimmt, darf sich gerne an die Pressestelle der Bezirksregierung Düsseldorf (Tel.: 0211 475-2284) wenden. Wir sind davon überzeugt, dass die Euch einen guten Grund nennen kann, warum man in Düsseldorf bereit ist, die Gefahr für die Duisburger Bevölkerung zu akzeptieren.

Das Antiatom-Bündnisses-Niederrhein teilt die Ansicht der Düsseldorfer jedoch nicht.

Duisburg. Die Duisburger Anti-Atomaktivisten fühlen sich hinters Licht geführt, weil die Bezirksregierung dem Antrag der Gesellschaft für Nuklear Service (GNS) in Wanheim zur Änderung der atomrechtlichen Genehmigung zugestimmt habe.

Dies sei aus Sicht des Anti-Atom-Bündnisses-Niederrhein nicht hinnehmbar, denn bislang sei immer nur von einem Antrag zur Hallensanierung gemäß baurechtlichen Bestimmungen die Rede gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

(…)

Quelle: WAZ

Während die Düsseldorfer Politiker noch mit ihrer internen Postenverteilung beschäftigt sind, machte eine Gruppe von 20 Aktivisten auf dem Landesparteitag der Grünen in der Duisburger Mercatorhalle auf das Problem aufmerksam.

Grünen-Parteitag durch Anti-Atom-Bündnis gestört

(…)

Duisburg (RPO). Die Wahl eines neuen Landesvorstands wurde durch den Einzug von Duisburger Atomkraftgegnern unterbrochen. Das Bündnis wirft den Grünen vor, nicht energisch genug gegen eine Verarbeitungsanlage von Atommüll in Duisburg vorzugehen.

Rund zwanzig Vertreter des Antiatom-Bündnisses Niederrhein zogen zum Teil verkleidet und mit Anti-Atom-Fahnen in die Mercatorhalle ein. Die Grünen unterbrachen die Sitzung und überließen den Aktivisten das Saalmikrofon.

Ein Sprecher des Bündnisses warf den Grünen vor, ihre Regierungspräsidentin Anne Lütkes habe eine Genehmigung für den Umbau der Anlage erteilt.
(…)
Quelle: RP-Online

Eine gute Gelegenheit einige unserer “gewählten Vertreter” daran erinnern, was sie vor der Wahl so alles versprochen haben.

Hier die offizielle Pressemitteilung des Anti-Atom Bündnis Niederrhein:

Die Antiatomaktivisten aus Duisburg fühlen sich hinters Licht geführt.

Die Bezirksregierung stimmt lt. Pressemitteilung vom 13.06.12 dem Antrag der GNS zur Änderung der atomrechtlichen Genehmigung zu. Dies ist aus Sicht des Antiatom-Bündnisses-Niederrhein nicht hinnehmbar.

So war bislang – auf Nachfragen an die Bezirksregierung und gemäß Ratsinformationssystem der Stadt Duisburg – immer nur von einem Antrag zur Hallensanierung gemäß baurechtlichen Bestimmungen die Rede. Der Bezirksvertretung Süd wurde im September letzten Jahres noch mitgeteilt, dass es nicht möglich sein, diese baurechtliche Anfrage zu verweigern oder die Entscheidung an den Umweltausschuss oder den Rat der Stadt zu delegieren.

Nun aber ist in der Pressemitteilung der Bezirksregierung von einer atomrechtlichen Genehmigung die Rede, die es der GNS ermöglicht, eine Anlage zur „endlagerfähigen Konditionierung von radioaktiven Materialien“ in Betrieb zu nehmen. Ferner können neue Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten eingeführt werden. Dies ganze soll zudem „keine Erweiterung der Gesamtaktivität“ nach sich ziehen.

Der Pressemitteilung ist ferner zu entnehmen, dass dabei alle umweltschutzrelevanten Auflagen eingehalten werden, wobei eine gesonderte Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich sei.

„Es stellen sich viele Fragen. Wir bezweifeln, dass der Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit der wahre Inhalt der Anträge und die hieraus folgenden Konsequenzen deutlich gemacht wurden. Hier wurde nicht mit offenen Karten gespielt“ so Michael Zerkübel vom Antiatom-Bündnis-Niederrhein.

Baldur Airinger, unmittelbare Anwohnerin der GNS: „Dieses Verfahren an sich irritiert zutiefst und weckt weiteren Informationsbedarf. Es ist nicht nachzuvollziehen, wieso aus einer bislang baurechtlichen Angelegenheit nunmehr eine atomrechtliche wird. Ich halte dies für keinen guten Umgang mit den Interessen der Anwohner und der Stadt Duisburg.“

Eine Erweiterung der Genehmigung in der lt. Pressemitteilung dargestellten Form, lässt den Schluss zu, dass es sich faktisch um eine Erweiterung der Aktivitäten handelt. Aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen werden hier Investitionen getätigt, die sich auszahlen müssen. Dies ist nur mit einer Erhöhung der Betriebsaktivitäten erreichbar. Nicht zuletzt steht zu vermuten, dass durch die Erweiterungen der Gesamtumschlag an radioaktiven Materialien erhöht wird. Damit wird eine langjährige Forderung der Umweltaktivisten aus Duisburg nach Stilllegung der Anlage zugunsten der Profitmaximierung ignoriert. Außerdem werden hier Fakten geschaffen, die den Verbleib der GNS mitten im Wohngebiet zementieren.

„Bürgerbeteiligung wird hier mit Füßen getreten! Selbst die Pläne zum Umzug der GNS im neuen Koalitionsvertrag, der erst einen Tag vorher veröffentlich wurde, werden hier zunichte gemacht. Auch die Stadt Duisburg wurde hinters Licht geführt! Ein solches Gebaren ist vollkommen inakzeptabel. Wir werden entsprechende Akteneinsicht bei der Bezirksregierung zum exakten Wortlaut der Anträge einfordern!“ so Kerstin Ciesla vom BUND Duisburg.

Das Antiatom-Bündnis-Niederrhein hält weiter an seiner Forderung zur Stilllegung der GNS in Duisburg-Wanheim fest und hat bereits am Abend der Pressemitteilung weitere Aktivitäten geplant.

Duisburg. Die Duisburger Anti-Atomaktivisten fühlen sich hinters Licht geführt, weil die Bezirksregierung dem Antrag der Gesellschaft für Nuklear Service (GNS) in Wanheim zur Änderung der atomrechtlichen Genehmigung zugestimmt habe.

Dies sei aus Sicht des Anti-Atom-Bündnisses-Niederrhein nicht hinnehmbar, denn bislang sei immer nur von einem Antrag zur Hallensanierung gemäß baurechtlichen Bestimmungen die Rede gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Erstellt am Samstag 16. Juni 2012
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