Anti-Atom Wahl NRW: Die Zweite

Nachdem es bei der letzten Wahl nicht geklappt hat eindeutige Machtverhältnisse im NRW-Landtag zu schaffen, lief alles genauso lustig weiter wie zuvor. Und wer einen Blick in die politische Atommüll-Geschichte von Duisburg und NRW riskiert, wird überrascht sein und seine Wahl diesmal vielleicht korrigieren.

Wenn Ihr nach Fukushima nun endlich genug von der aktuellen Atommüllpolitik in NRW habt, bietet sich in einem Monat (Sonntag den 13. Mai) noch mal die letzte Gelegenheit der Atommüll-strahlenden “Vision” in NRW das Licht auszuknipsen.

Durch das politische Versagen des CDU Oberbürgermeisters Adolf Sauerland sonnen sich in Duisburg gerade andere Parteien im geschenkten Licht der Wählergunst. Wenn man sich aber die Atommüllpolitik in Duisburg und NRW ansieht, gibt es dazu eigentlich keine Veranlassung.

Die Duisburger Atommüll-Anlage der GNS steht im flächenmäßig größten Stadtbezirk der Stadt Duisburg “Duisburg-Süd”.  Dieser Stadtbezirk wiederum gehört zum Wahlbezirk Wahlkreis 60 Duisburg I.

CDU und FDP haben zwar in der jüngsten Vergangenheit alle Anstrengungen unternommen, die Duisburger Atommüllanlage zu erweitern, aber “erfunden” hat sie jemand anders. Die Atommüllanlage in Duisburg ist ab 1985 gar nicht von der CDU mitten in die Duisburger Bevölkerung hineingebaut worden, sondern wurde zu Zeiten einer totalen SPD-Mehrheit möglich.

Historie zur politische Situation 1985

Stadrat von Duisburg:

  • Stadtrat Duisburg 1984:
    • SPD 50 Sitze
    • CDU 26 Sitze
    • Grüne 7 Sitze
  • Bezirksrat Duisburg Süd 1984:
    • SPD 11 Sitze
    • CDU 7 Sitze
    • Grüne 1 Sitz

(Quelle: wikipedia)

  • Oberbürgermeister Duisburg 1975–1997: Josef Krings, SPD (Quelle: wikipedia)

Landtag Nordrhein-Westfalen

  • 1978-1998 Ministerpräsident des Landes: Johannes Rau, SPD (Quelle: wikipedia)
  • Landtag NRW 1985 (Quelle: Landtag NRW):
    • SPD 125 Sitze,
    • CDU 88 Sitze,
    • FDP 14 Sitze

Heutige politische Situation

Vor kurzem konnte durch CDU und FDP die Erweiterung der Duisburger Atommüllanlage ermöglicht werden:

Da drei SPD-Mitglieder, unter ihnen Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß, fehlten, gab es eine Mehrheit aus CDU und FDP für die Beschlussvorlage.

(Quelle: WAZ)

Wenn Euch also eine atomfreie Stadt Duisburg am Herzen liegt, solltet ihr Euch noch einmal ganz genau die aktuellen Versprechungen der jeweiligen Parteien ansehen.

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