Archiv für März, 2012

Neues Antiatom Bündnis Niederrhein

Der Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde von den Duisburgern abgewählt, Duisburg erlebte die größte Demonstration (WAZ) gegen die Duisburger Atommüllanlage seit Jahren und jetzt gibt es auch noch das neu gegründete Antiatom Bündnis Niederrhein. In Duisburg tut sich wieder was.

Und damit sich gleich noch mehr Duisburger anschließen können, gibt es sofort zwei Möglichkeiten:

  1. 12.03. – 14.03. Mahnwachen in Duisburg Wanheim
    UnterstützerInnen sind herzlich willkommen und können sich per E-Mail bei info@bund-duisburg.de melden.
  2. Das Antiatom Bündnis Niederrhein trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr mit attac, im Internationalen Zentrum, Raum 14, Am Flachsmarkt 1, 47049 Duisburg zur öffentlichen Veranstaltung.  Das nächste Treffen findet am 14.03. statt.

Hier die offizielle Pressemitteilung:

Pressemitteilung Antiatom Bündnis Niederrhein 07.03.12

Gründung des Antiatom Bündnisses Niederrhein
Erstes öffentliches Treffen 14.03. 19:30 im Internationalen Zentrum
Mahnwachen am 12.03. – 14.03. in Duisburg Wanheim

Knapp eine Woche nach dem Autobahn-Aktionstag am 25.02., bei dem AtomkraftgegnerInnen gegen Atommülltransporte quer durch NRW protestierten, haben sich verschiedene lokal agierende AtomkraftgegnerInnen, Vereine, Organisationen und Umweltverbände zum Antiatom Bündnis Niederrhein zusammengeschlossen.

Erklärtes Ziel des Antiatom Bündnisses Niederrhein ist die Verhinderung von unsinnigen Atomtransporten in NRW, die Stilllegung von Atomanlagen in NRW, wozu nach Ansicht der Gründungsmitglieder des Antiatom Bündnisses Niederrhein auch die Gesellschaft für Nuklear Service (GNS) im Wohngebiet in Duisburg Wanheim gehört. Das Bündnis fordert weiterhin den wirklichen Atomausstieg in Deutschland und hierzu zählt für NRW weitaus mehr als „nur“ die Planungen zur Stilllegung der Atomkraftwerke. Auch die Verhinderung von neuen Atomanlagen die durch Stromkonzerne aus der Region geplant werden (Beispiel Borssele in der Provinz Zeeland durch RWE) sind Themen des lokalen Bündnisses.
„Wir sind ein altersübergreifender, parteiunabhängiger Zusammenschluss von Menschen aus der Region im Alter von 17 – 70, die gemeinsame Ziele haben und durch die unterschiedlichsten Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit der Forderung des  Atomausstiegs ein breites, buntes und starkes Bündnis verkörpern“, teilte Tim Nießmer vom Anti-Atom-Plenum Duisburg und Anmelder der Fahrraddemonstration am 25.02. mit.Zu den Gründungsmitgliedern des neuen Antiatom Bündnisses Niederrhein gehören:

  • Antiatom Initiative Oberhausen
  • Antiatom Moers/Neukirchen
  • Anti-Atom Rheinberg
  • Anti-Atom-Plenum Duisburg
  • attac Duisburg
  • BUND Duisburg
  • Sowie Einzelpersonen aus Duisburg und Umgebung

„Wir wünschen uns ein breites Bündnis in der Region und laden daher alle AtomkraftgegnerInnen ein, sich uns anzuschließen. Unabhängig davon, ob es sich um Einzelpersonen oder VertreterInnen weiterer Organisationen handelt, denn es geht um ein gemeinsames Ziel“, führt Michael Zerkübel von Antiatom Moers / Neukirchen Vluyn aus.

Das Antiatom Bündnis Niederrhein trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr mit attac, im

Internationalen Zentrum, Raum 14, Am Flachsmarkt 1, 47049 Duisburg Raum hat sich mittlerweile geändert, wird demnächst aktualisiert

zur öffentlichen Veranstaltung. Das nächste Treffen findet am 14.03. statt.„Wir haben am 25.02. in Duisburg gezeigt, dass wir mit einem breiten Bündnis die Öffentlichkeit sensibilisieren können. Attac Duisburg hat nicht ohne Grund ein Banner mit dem Spruch „Atom-Müll NO! In Duisburg und Anderswo“ produziert, denn auch uns ist sehr daran gelegen in der Region zu informieren und uns im Zusammenschluss mit anderen gemeinsam für den wirklichen Atomausstieg einzusetzen“, führt Thomas Rensing von attac Duisburg aus.

Neben dem Aufruf sich am 11.03. an der Demonstration in Gronau zum Fukushima-Jahrestag zu beteiligen, plant das Antiatom Bündnis Niederrhein vom 12.03. – 14.03. Mahnwachen in Duisburg Wanheim abzuhalten. Grund dafür ist, dass am 25.02. der Münsterlandzeitung in Ahaus einer Randnotiz zu entnehmen war, dass in der Kalenderwoche 11 ein so genannter Probe-Leertransport stattfinden soll, um schwach- und mittel radioaktive Materialien per Zug nach Ahaus zu transportieren. Es ist laut Aussagen der Münsterlandzeitung geplant, in diesem Jahr 80 Container mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen nach Ahaus zu transportieren.  Die 70 Container Transporte in 2011 erfolgten per LKW, für 2012 werden nun auch weitere Transporte per Zug geplant.

„Aus ganz Deutschland wird aus Atomanlagen schwach- und mittelradioaktiver Müll nach Duisburg transportiert und zur anschließenden „Einlagerung“ nach Ahaus gekarrt. Diese Randnotiz ist Grund genug für uns zur Annahme, dass vermehrt Transporte von der Duisburger GNS  per Zug nach Ahaus transportiert werden sollen“, teilte Kerstin Ciesla, Vertreterin des BUND Duisburg mit. „Wir werden daher die Gleisstrecke in Duisburg Wanheim bei unserer angemeldeten Mahnwache vom 12.03. – 13.03. beobachten und stehen im engen Kontakt mit der Bürgerinitiative in Ahaus, welche die Strecke zum Zwischenlager in Ahaus beobachten wird. UnterstützerInnen sind herzlich willkommen und können sich per E-Mail mit uns in Verbindung setzen: info@bund-duisburg.de“.

Erklärtes Ziel dieser Mahnwache des Antiatom Bündnisses Niederrhein ist, offen Präsenz zu zeigen, die Wanheimer Bevölkerung zu unterrichten und auf die Gefahren an der Strecke aufmerksam zu machen.

Erstellt am Donnerstag 8. März 2012
Unter: Aktion, Versammlung | Kommentare deaktiviert