Was hat Duisburg aus Tschernobyl und Fukushima gelernt ?

In der NRW Landesregierung ist von der Fraktion SPD und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein Antrag zum Atomausstieg in NRW vorgelegt worden. Eine wirklich gute Gelegenheit für alle Duisburger sich ca. 25 Jahre zurück an Tschernobyl zu erinnern.

Doch zunächst einmal zur Anfrage:

(Originaldokument: MMD15-1687)

Die Lehren aus Fukushima ziehen – Sicherheitsstandards überprüfen – Den endgültigen Atomausstieg in Nordrhein-Westfalen umsetzen

(…)

insbesondere  mit der Urananreicherungsanlage Gronau (UAA), der GNS-Konditionierungsanlage in Duisburg und dem Transportbehälter-Zwischenlager in Ahaus (TBL-A)

(…)

und  werden  sehr  genau  prüfen,  inwieweit  im  Rahmen  des Atomausstiegs    die    Genehmigungen    für    die    UAA    Gronau    und    für    die    GNS-Konditionierungsanlage in Duisburg als Teil der atomaren Brennstoffkette zurückgenommen oder eingeschränkt werden können.

Das ist schon mal ein Erfolg für die AktionistInnen und unterstützenden LokalpolitikerInnen vor Ort in Duisburg. Wir sind schon mal im Antrag drin.

Leider war es das dann auch schon, denn im im Abschnitt “Der Landtag beschließt”, also bei den konkreten Aktionen, taucht das Wort Duisburg nicht mehr auf. Indirekt wird es vielleicht unter Punkt 3 ein wenig gestreift

… Transportmoratorium (Evaluationsmoratorium) für Beförderungen innerhalb der atomaren Verwertungskette … Während des  Transportmoratoriums  sollen  das  Beförderungsaufkommen  sowie  sämtliche sicherheits-  und  gesundheitsrelevanten  Aspekte  derartiger  Beförderungen  einer Überprüfung unterzogen werden.

Aber das Hauptproblem für die Duisburger ist ja nicht die Beförderung, sondern die Atommüll-Verarbeitung direkt in ihrem Wohngebiet.

Duisburg nützt es gar nichts, wenn eine Überprüfung ein sichers An- und Abfahren des Atommülls bescheinigt, aber radioaktiv verseuchte Stäube ganz Duisburg kontaminieren können.

Das ganze erinnert uns an 1987 – 1 Jahr nach Tschernobyl:

Leider wurde die Atommüllanlage dann aber doch ganz schnell gebaut. Die Erklärung dafür folgt im gleichen Dokument gleich eine Zeile tiefer:

Liebe Duisburger, was haben wir aus Tschernobyl und Fukushima gelernt ?

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