Erweiterung der GNS Atommüllanlage

Duisburg Wanheim-Angerhausen

Kapazitäten der Halle 3 soll verdoppelt werden

Die GNS will die Kapazität ihrer Halle 3 verdoppeln. Bereits 2007 hatte die GNS ihre Atommüllanlage erweitert und eine Hälfte der Halle 3 auf dem Gelände der SONA Präzisionsschmiede angemietet.

Das SONA BLW Gelände

Die SONA BLW ist ein indisches Unternehmen, dass das ehemalige Rheinstahlhallen-Gelände 2007 von ThyssenKrupp abgekauft hat.

Das Unternehmen wurde von der Sona Okegawa Precision Forgings, einem Tochterunternehmen der Sona Group, rückwirkend zum 1. Oktober 2007 übernommen und firmiert zukünftig als Sona BLW Präzisionsschmiede GmbH.

(Quelle: ATZ)

Offensichtlich sind die Hallen auf dem Gelände der SONA BLW durch die kleinen Produktionsmengen der SONA Präzisionsschmiede nicht ausgelastet. So kann die GNS ihre Atommüllverarbeitungs-Anlage je nach Bedarf erweitern. Da die GNS bereits im Jahre 2006 eine Baugenehmigung für die erste Hälfte der Halle 3 erhalten hatte, war von der SONA wohl auch niemals eine Nutzung für die Präzisionsschmiede geplant gewesen.

Die Baugenehmigung für die Erweiterung wurde bereits Ende September 2006 positiv beschieden. Ein darauf folgendes umfangreiches Ausschreibungsverfahren wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. (…) Der Baubeginn war Anfang Mai 2007.

(Quelle: GNS)

Erweiterung der GNS Atommüll-Anlage

Die Anwohner stellen sich nun die Frage auf wie viele Hallen sich die GNS in Zukunft noch weiter ausdehen will. Das Geschäft mit dem Atommüll in Duisburg Wannheim-Angerhausen scheint leider krisensicherer zu sein, als die Herstellung von geschmiedeten Fahrzeugteilen.

Jetzt berichtete “Der Westen” über die Erweiterung der Halle 3 in seinem Artikel “GNS-Gegner sehen ‘Atommüll-Drehscheibe’”. Dazu wurde Michael Köbl, Pressesprecher bei GNS, gebeten die Zusammenhänge zu erläutern:

Erst seit einigen Monaten stünden die endgültigen An­nahmebedingungen für das Endlager weitgehend fest. Deshalb könne damit be­gonnen werden, den letzten Schritt zur Vorbereitung der Endlagerung zu erledigen: die Verfüllung der Hohlräume in den Stahlbehältern mit einer be­tonartigen Masse. Für das bislang in Gorleben zwischengelagerte Ma­terial, so Köbl, werde dort eine Verfüllungsanlage gebaut. Und für die laufend neu an­fallenden Abfälle entstehe ei­ne solche in Wanheim. Dazu müsse Platz ge­schaffen werden – durch eine dritte Halle, die seit 2007 zur Hälfte schon angemietet sei.

(…)

Der Transport geschehe per Bahn, stets in Mengen von einem bis drei Waggons. „Per Lkw werden fast nur leere Container transportiert“, sagt er …

SOFA-Münster gegen das Informationschaos

Unsere Freunde von der Anti-Atom-Gruppe SOFA-Münster haben bereits die Landesregierung (zurzeit: Herr Dr. Rüttgers, Frau Dr. Thoben und Herr Laumann) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS: Wolfram König) angeschrieben.

In den Briefen werden die Empfänger gebeten das Informationschaos aufzuklären:

Nun hat die GNS vor wenigen Tagen aber mitteilen lassen, dass in Gorleben und in Duisburg der Bau neuer Atommüllverpackungsanlagen geplant sei. Grund laut GNS: Der Bund erarbeite zur Zeit „endgültige“ Einlagerungsbedingungen für den Schacht Konrad (PM vom 27. April 2010). Für den Standort Duisburg sprach die GNS vom notwendigen „Verfüllen von Hohlräumen“ (dpa-Meldung vom 29. April 2010). Einen Tag später teilte derselbe GNS Sprecher jedoch der WAZ in Duisburg mit, die endgültigen Einlagerungsbedingungen für den Schacht Konrad stünden „seit einigen Monaten weitgehend fest“.

(…)

So teilte die GNS dpa mit, der schwach- und mittelradioaktive Atommüll, der nach einer etwaigen Erteilung der in Ihrem Hause anhängigen Änderungsgenehmigung nach Ahaus rollen soll, müsse später zur Neuverpackung entweder nach Duisburg zurück oder aber weiter nach Gorleben, um dort vor der Endlagerung neu verpackt zu werden (dpa 29. April 2010). Einen Tag später erschienen jedoch in Ahaus und Duisburg GNS-Erklärungen, wonach nur „endlagerfähig“ verpackter Atommüll nach Ahaus kommen solle.

Die offenen Briefe könnt ihr hier downloaden:

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